Gastköche

Marcello Fabbri

Marcello Fabri

Marcello Fabbri, Küchenchef des Hotel „Elephant“ in Weimar - ein Michelin-Stern im hauseigenen Gourmetrestaurant „Anna Amalia“ Es sind nicht die Meriten, mit denen sich Marcello Fabbri schmücken darf, die den Küchenchef des Hotel „Elephant“ in Weimar so anziehend machen, nicht das geschichtsträchtige Ambiente des edlen Grand Hotels, das den 1970 in Rimini geborenen Italiener als gleichberechtigtes Interieur scheinbar vereinnahmt, nicht die edlen Tropfen, die er liebt, nicht sein sorgfältig gepflegter Freundeskreis, auch nicht sein handwerkliches Können: Nein, es ist sein Verhältnis zum Detail, das gefühlvolle Zusammenfügen unzähliger Komponenten zu harmonischen Gesamtkunstwerken für alle Sinne des menschlichen Genusses, ausgezeichnet mit jener Unwiderstehlichkeit, die für Augenblicke mit völligem Glücksgefühl verwöhnen.

Christian Heumader

Christian Heumader

Nach seiner Ausbildung im Kurhotel Zink, Bad Füssing absolvierte Christian Heumader eine zusätzliche Qualifi-kation als Diätkoch. Mit dem Diplom der IHK Passau krönte der junge Wilde seine Ausbildung zum Küchenmeister. Die Wanderjahre führten ihn in die Schweiz und nach Süddeutschland. Erfahrungen, die er bei Roland Reuss, dem Maître des Hotels Krebs in Interlaken, sammelte, erweckten in ihm erste „Sterne-Ambitionen“. Realisieren konnte er sie im Landhotel Karner im Oberbayrischen Frasdorf. Hier erkochte er als Sous-Chef den begehrten ersten Stern bei Michelin. Seit 1996 führt er an der Spitze die Mannschaft des Gourmetrestaurants „Die Posthalterei“ im Romantik Hotel „Sächsischer Hof“ in der Theaterstadt Meiningen. Seine Stilrichtung ist nicht leicht zu beschreiben. Eine ausgedehnte Exkursion nach Asien hat tiefe Spuren hinterlassen. Die pfiffige, kreative und mutige Küche Christian Heumaders offenbart aber auch starke mediterrane Züge. Er liebt Blüten und Kräuter über alles und geht mit Geschmack und Farben ebenso großzügig um, wie mit seiner Kochbrigade. Sein offener, manchmal sogar etwas lockerer Führungsstil mag wohl bei alten Küchenmeistern umstritten sein, doch danken ihm seine Mitarbeiter seine Freizügigkeit mit Höchstleistungen.

Andreas Scholz

Andreas Scholz

Der vierunddreißigjährige Hesse Andreas Scholz ist natürlich begeisterter Eintracht- Frankfurt-Fan und das mitten in Thüringen. Damit ist auch sein einziges Hobby genannt, dem er neben seiner bedingungslosen Kochleidenschaft als „Junger Wilder“ frönt. Von Kindesbeinen an gab es für den aus einer Gastronomenfamilie stammenden Schwergewichtler keinen anderen Berufswunsch als Koch. Die Stationen seiner Ausbildung führten ihn von Deutschland nach Schweden, Österreich, Frankreich und enden im Advent 2003 am Herd des Grand Hotel „Russischer Hof“ in Weimar. Besessen bin ich von seinen Variationen von der Creme bruleé und seiner Ehefrau Stefanie, die als Patissier seit zehn Jahren den unvergleichlichen Geschmacksbogen des Chefkochs mit süßen Verführungen abrundet.